Unser Saisonbier: Bonner Vintage

14.03.2017 Startseite » Aktuelles » Neuigkeiten
 
Als man statt "Vintage" noch "oll" oder "usselig" gesagt hat, war das "Vintage" von heute selbst noch neu. Daraufhin vergehen ein paar Jahre, in denen Derartiges folgerichtig eher entsorgt wird. Nach ein paar weiteren Jahren wird's aber plötzlich wieder schick. Und heißt dann Vintage.
Nun bieten wir Ihnen selbstverständlich nichts Altes oder Abgelaufenes an. Vielmehr bewegte unseren Braumeister Gunnar Martens die Frage, wie unser Bönnsch wohl vor 200 Jahren geschmeckt haben könnte. Und diesem Thema hat er sich dann nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch genähert. Beides wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Für die praktischen Ergebnisse müssen Sie allerdings noch Ihren Standort durch einen Platz an unserer Theke aktualisieren.

Hier aber erstmal die Theorie unseres Braumeisters:

Helle Malze waren vor der industriellen Revolution technisch bedingt nahezu unbekannt. Erst mit dem Abbau der Steinkohle konnte man Malz indirekt trocknen und nicht mehr wie früher über dem offenen Feuer. Dies führte zu hellen Malzen aber auch dazu, dass das Malz nicht mehr nach Rauch, Kamin oder Schinken geschmeckt hat. Denn früher hatten alle Biere einen mehr oder weniger starken Rauchgeschmack.

Dennoch dürfte man aus Kostengründen verschiedene Malzsorten gemischt haben – mit und ohne Rauch, hellere und dunklere… Ausgehend von dieser Überlegung entstand unser Bonner Vintage – zwar dunkler als unser Bönnsch, aber deutlich heller als gewisse Biere vom Niederrhein und mit einer dezenten Rauchnote. Genauso stark eingebraut aber mit einer ausgewählten Komposition von 5 verschiedenen Malzen um einem historischem Bönnsch zu ähneln.

Die höhere Hopfengabe führt beim Bonner Vintage nicht nur zu einer etwas kräftigeren Bittere sondern auch als Gegengewicht zum Rauch zu einer leicht zitrusartigen Note. Unsere Küche empfiehlt daher Deftiges, z.B. Spareribs, zu diesem Bier.

Bonner Vintage
Biergattung: Vollbier
Brauart: obergärig
Bittereinheiten: 35 IBU
Stammwürze: 11,9 %
Alkohol: 4,8 %